Die Zahl automatisierter Angriffe auf Websites hat in den vergangenen Monaten erheblich zugenommen. Auch bei den von uns betreuten Systemen registrieren wir inzwischen mehrere hundert Angriffsversuche, bei denen automatisierte Systeme gezielt nach bekannten Sicherheitslücken in Joomla, Erweiterungen und anderen Komponenten suchen. Besonders problematisch ist dabei die zunehmende Geschwindigkeit: Sobald eine Schwachstelle öffentlich bekannt wird oder funktionierender Exploit-Code verfügbar ist, können weltweit erreichbare Websites innerhalb kürzester Zeit automatisiert auf verwundbare Versionen geprüft und angegriffen werden.
Regelmäßige Updates sind deshalb wichtiger denn je. Sie allein reichen jedoch nicht in jedem Fall aus. Wird eine Sicherheitslücke ausgenutzt, bevor das entsprechende Update installiert wurde, kann Schadsoftware bereits auf dem Webserver liegen. Ein späteres Update schließt dann zwar die ursprüngliche Schwachstelle, entfernt aber nicht automatisch bereits eingeschleuste Dateien, Webshells oder versteckte Zugänge. Wir empfehlen unseren Webdesign-Kunden deshalb erneut dringend, Joomla-Websites zusätzlich durch eine professionelle Firewall und weitere Schutzmechanismen abzusichern.
Angriffe auf Websites werden längst nicht mehr ausschließlich von einzelnen Personen durchgeführt, die bestimmte Unternehmen oder Organisationen gezielt auswählen. Ein großer Teil der heutigen Angriffe läuft vollautomatisiert ab. Systeme durchsuchen das Internet permanent nach bestimmten Content-Management-Systemen, Erweiterungen, Versionsständen und bekannten Schwachstellen.
Durch moderne Automatisierungsverfahren und zunehmend auch KI-gestützte Analysewerkzeuge lassen sich große Mengen öffentlich erreichbarer Websites in sehr kurzer Zeit untersuchen. Sobald ein verwundbares System gefunden wird, kann der nächste Schritt ebenfalls automatisiert erfolgen.
Das bedeutet: Eine kleine Unternehmenswebsite, ein Vereinsauftritt oder die Website einer lokalen Organisation ist nicht automatisch uninteressant für Angreifer. Häufig spielt der Inhalt der Website überhaupt keine Rolle. Entscheidend ist lediglich, ob die Installation eine technisch ausnutzbare Schwachstelle besitzt.
Wir beobachten bei den von uns betreuten Systemen regelmäßig automatisierte Zugriffsversuche aus unterschiedlichsten Ländern. Dabei werden Administratorbereiche, bekannte Dateipfade, Erweiterungen, Upload-Funktionen und typische Angriffspunkte automatisiert getestet.
Joomla selbst wird kontinuierlich weiterentwickelt und mit Sicherheitsupdates versorgt. Ein modernes CMS besteht jedoch nicht ausschließlich aus dem Joomla-Core. Für zusätzliche Funktionen werden Erweiterungen, Editoren, Formulare, Page Builder, Templates, Frameworks und weitere Komponenten eingesetzt.
Genau hier entstehen zusätzliche potenzielle Angriffspunkte. In den vergangenen Monaten wurden bei mehreren bekannten Joomla-Erweiterungen sicherheitsrelevante Schwachstellen veröffentlicht. Dazu gehörten unter anderem Datei-Uploads ohne ausreichende Authentifizierung, unzureichende Zugriffskontrollen und Möglichkeiten zur Ausführung eingeschleusten Codes.
HTProtect dokumentiert aktuell eine Reihe kritischer Schwachstellen in verbreiteten Joomla-Erweiterungen und Frameworks. Dazu gehören beziehungsweise gehörten beispielsweise JCE, SP Page Builder, Helix Ultimate, Astroid, iCagenda, AcyMailing und RSFiles!. Bei mehreren dieser Fälle wurde auch eine aktive Ausnutzung im Internet gemeldet.
Eine Übersicht aktueller Sicherheitsinformationen finden Sie unter:
Ein besonders anschauliches Beispiel aus dem Jahr 2026 betrifft den weit verbreiteten JCE Editor. Der Hersteller veröffentlichte Anfang Juni 2026 die Version 2.9.99.5, um eine kritische Sicherheitslücke zu schließen. Durch unzureichende Zugriffskontrollen konnten nicht authentifizierte Angreifer Editorprofile einschleusen und diese anschließend dazu verwenden, ausführbare Dateien auf den Server hochzuladen.
Der Hersteller machte dabei ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wurde und die Angriffe automatisiert erfolgten. Eine deaktivierte öffentliche Benutzerregistrierung bot deshalb keinen ausreichenden Schutz.
Besonders wichtig ist ein weiterer Hinweis des Herstellers: Das Einspielen des Updates schließt die Sicherheitslücke, bereinigt aber keine Website, die bereits zuvor kompromittiert wurde. Befinden sich bereits eingeschleuste Dateien oder Hintertüren auf dem Webserver, müssen diese separat erkannt und entfernt werden.
Weitere Informationen:
JCE Security Update und Hinweise zu betroffenen Websites
Auch die bekannte Joomla-Erweiterung Sourcerer von Regular Labs erhielt im Sommer 2026 eine Reihe sicherheitsrelevanter Änderungen. Die Erweiterung ermöglicht es, unter bestimmten Voraussetzungen eigenen HTML-, CSS-, JavaScript- und PHP-Code innerhalb von Joomla-Inhalten zu verwenden.
Regular Labs hat die Sicherheitsmechanismen deutlich verschärft. Unter anderem wird verhindert, dass nicht verifizierter Sourcerer-Code, der über URL-Parameter, Formulardaten, Request-Bodies, Uploads, Cookies oder HTTP-Header angeliefert wird, unerwartet ausgeführt werden kann. Weitere Updates verstärkten die Prüfung erlaubter PHP-Funktionen und die Trennung zwischen vertrauenswürdigen und nicht vertrauenswürdigen Quellen.
Diese Beispiele zeigen, warum nicht nur Joomla selbst, sondern auch sämtliche installierten Erweiterungen konsequent auf einem aktuellen Stand gehalten werden müssen.
Aktuelle Versionsinformationen:
https://regularlabs.com/sourcerer/changelog
Eine gehackte Website muss nicht zwangsläufig sofort sichtbar verändert werden. Gerade professionelle Schadsoftware versucht häufig, möglichst lange unentdeckt zu bleiben. Die Website funktioniert oberflächlich weiterhin normal, während im Hintergrund fremder Code ausgeführt wird.
Eine kompromittierte Joomla-Website kann beispielsweise missbraucht werden, um:
Gerade der Versand großer Mengen unerwünschter E-Mails kann erhebliche Folgen haben. Werden solche Nachrichten über die eigene Domain oder den eigenen Server verschickt, können Mailserver und IP-Adressen auf Sperrlisten landen. Im schlimmsten Fall werden anschließend auch reguläre geschäftliche E-Mails von Empfängern abgelehnt oder direkt als Spam eingestuft.
Das wichtigste Mittel gegen bekannte Sicherheitslücken bleibt das zeitnahe Einspielen verfügbarer Updates. Joomla, Erweiterungen und Templates sollten konsequent aktuell gehalten werden.
Zwischen der Veröffentlichung einer Sicherheitslücke und der Installation eines Updates entsteht jedoch ein Zeitfenster. Bei öffentlich bekannten Schwachstellen kann dieses Zeitfenster bereits ausreichen, damit automatisierte Angriffe eine verwundbare Website finden.
Hinzu kommt das Problem sogenannter Zero-Day-Schwachstellen: Dabei wird eine Sicherheitslücke bereits ausgenutzt, bevor ein offizielles Update oder teilweise sogar bevor eine öffentliche Warnung zur Verfügung steht.
Deshalb setzen moderne Sicherheitskonzepte auf mehrere Schutzebenen. Neben Updates kommen unter anderem Web Application Firewalls, Dateiscanner, Upload-Schutz, Überwachung von Administrator-Konten und automatische IP-Sperren zum Einsatz.
Wir weisen unsere Kunden bereits seit mehreren Jahren auf die zunehmende Bedrohung durch automatisierte Angriffe hin und empfehlen den Einsatz einer zusätzlichen Joomla-Firewall.
Bereits in unserem früheren Beitrag zur Joomla-Sicherheit haben wir ausführlich erläutert, warum eine Firewall eine sinnvolle Ergänzung zur laufenden Website-Administration darstellt:
Joomla Webdesign und Sicherheit
Eine Firewall ersetzt keine Updates. Sie ergänzt sie um eine weitere Schutzschicht. Verdächtige Anfragen können erkannt und blockiert werden, bevor sie eine möglicherweise vorhandene Schwachstelle erreichen.
Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich mit RSFirewall! von RSJoomla. Die Joomla-Erweiterung kombiniert unterschiedliche Schutz- und Kontrollmechanismen und ermöglicht eine umfangreiche Absicherung der Installation.
Zu den Funktionen gehören unter anderem:
Weitere Informationen zu RSFirewall! finden Sie direkt beim Hersteller:
Für unser aktuelles Sicherheitsangebot kombinieren wir RSFirewall! mit einer zusätzlichen Schutzebene durch HTProtect.
HTProtect wurde speziell für Joomla entwickelt und verfolgt einen ergänzenden Ansatz. Neben einer Web Application Firewall gehören dazu unter anderem automatisch aktualisierte Schutzsignaturen und sogenanntes virtuelles Patchen. Dabei kann ein bekannter Angriffsweg blockiert werden, auch wenn das eigentliche Update einer betroffenen Erweiterung noch nicht installiert wurde.
Weitere Funktionen sind:
Weitere Informationen:
Aufgrund der aktuell stark gestiegenen Zahl von Angriffen möchten wir unseren Webdesign-Kunden noch einmal die Möglichkeit geben, ihre Joomla-Website mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen abzusichern.
Unser Sicherheitspaket beinhaltet:
Einmaliger Aktionspreis: 299,00 €
zzgl. 69,00 € jährliche Lizenzgebühr für RSFirewall!
Zusätzlich installieren und konfigurieren wir HTProtect im Rahmen dieses Angebots kostenlos als zweite Sicherheitsebene.
Das Angebot gilt für Beauftragungen bis einschließlich 30.09.2026.
Regelmäßige Updates sind unverzichtbar und bilden eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen. Sie können jedoch nicht verhindern, dass eine bislang unbekannte oder noch nicht aktualisierte Sicherheitslücke angegriffen wird. Eine Firewall ergänzt Updates deshalb um eine weitere Schutzebene.
Nein. Ein Update schließt in der Regel die bekannte Sicherheitslücke. Dateien oder Hintertüren, die ein Angreifer bereits zuvor auf dem Server hinterlassen hat, werden dadurch nicht automatisch entfernt.
Viele Angriffe laufen automatisiert. Die Angreifer interessieren sich dabei zunächst nicht für Größe oder Bekanntheit eines Unternehmens. Automatisierte Systeme suchen nach bestimmten Versionen und Schwachstellen und greifen verwundbare Websites unabhängig von deren Betreiber an.
Eine Web Application Firewall analysiert Anfragen an eine Website und kann verdächtige beziehungsweise bekannte Angriffsmuster blockieren, bevor sie von Joomla oder einer Erweiterung verarbeitet werden.
Nein. Einen absoluten Schutz gibt es nicht. Eine moderne Sicherheitsstrategie besteht aus mehreren Ebenen: aktuellen Joomla-Versionen, aktuellen Erweiterungen, regelmäßiger Kontrolle, sicheren Passwörtern, Backups, einer Firewall und professioneller Administration.
Beide Systeme verfolgen teilweise unterschiedliche Schutzansätze. RSFirewall! arbeitet eng innerhalb von Joomla und bietet umfangreiche Kontrollen, Scanner, IP-Sperren und Schutzfunktionen für den Administratorbereich. HTProtect ergänzt diese Maßnahmen unter anderem um serverseitige Härtung, aktuelle Exploit-Signaturen, virtuelles Patchen und zusätzliche Überwachungsfunktionen.
Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt deutlich, dass Website-Sicherheit nicht erst nach einem erfolgreichen Angriff zum Thema werden sollte. Die Kombination aus regelmäßigen Updates, laufender Administration und zusätzlichen Firewall-Lösungen kann das Risiko eines erfolgreichen Angriffs erheblich reduzieren.
Wenn Sie Ihre von uns betreute Joomla-Website zusätzlich mit RSFirewall! und HTProtect absichern möchten, sprechen Sie uns an. Wir übernehmen Installation, Konfiguration und Prüfung der Sicherheitsfunktionen.
Das Sonderangebot gilt bei Beauftragung bis zum 30. September 2026.
Telefon: 0511 / 470 55 33
E-Mail: info@schulzdesign.info